Die Abteikirche von Paimpont

Der Abtei-See von Paimpont

Ein architektonisches Juwel im Herzen des Waldes

Die Abtei von Paimpont wurde im 7. Jahrhundert zunächst als einfaches Priorat gegründet. Es handelt sich um eines der beeindruckendsten kirchlichen Gebäude der Region …

Abtei von Paimpont @Emmanuel Berthier

Eine einzigartige historische Stätte in Brocéliande

Entdecken Sie einen Ort, der einst von Macht und Glauben beherrscht wurde. Im 7. Jahrhundert gaben die Heiligen Judicael und Méen den Bau eines Priorats in Auftrag, das der Heiligen Maria gewidmet werden sollte. Von diesem ursprünglichen Gebäude sind heute keine Überreste erhalten. Im 13. Jahrhundert wurden die Mauern errichtet, die heute immer noch am Ufer des Sees zu besichtigen sind. Unter der Herrschaft der Domherren erblühte die Abtei im Wald von Brocéliande. Gerechtigkeit, Wirtschaft und Feierlichkeiten: Die Abtei bestimmte das Leben in Paimpont! Doch ihr Aussehen veränderte sich im Verlauf der Jahrhunderte regelmäßig …

Wenn die Architektur zur Zeitreise einlädt …

Durch die verschiedenen Bauphasen und die Vergrößerung der Kirche hindurch lädt uns die Gedenkstätte auf eine wahre Zeitreise ein. Die Rosette, das Kirchentor und das hölzerne Deckengewölbe sind in einem ausgewogenen gotischen Stil gehalten, der für das 13. Jahrhundert typisch war. Doch die Täfelungen, Querschiffe und der Chorraum wurden im reinsten klassischen Stil erbaut. So steckt die Kirche voller Überraschungen!

Die Abtei und das Holz

Der Reichtum von Brocéliande liegt zweifellos in den Bäumen! Von diesem Reichtum zeugt auch die Abtei … Vom Dachstuhl über die Statuen bis hin zu den Kanzeln und Altaraufsätzen ist Holz omnipräsent und Zeuge der Geschichte der Kirche: Vom 12. bis 18. Jahrhundert war der Abt von Paimpont befugt, im Wald jegliches Holz zu holen, das für den Bau oder die Verschönerung der Kirche benötigt wurde. Seien Sie deshalb beim Betreten der Kirche nicht überrascht: Vom Gebälk aus Kastanienholz über geschnitzte Eichentäfelungen … das Holz macht die Kirche erst so richtig einzigartig.

Der Abteischatz

Bewundern Sie während Ihres Besuchs auch den großartigen Schatz der Abtei … Der aus zahlreichen Gegenständen aus dem 15. bis zum 20. Jahrhundert bestehende Schatz liegt den Bewohnern von Paimpont noch heute sehr am Herzen. Das beliebteste Werk ist zweifellos das Reliquiar des Heiligen Judicael. Es wird überliefert, dass darin eine seiner Speichen begraben worden sei …

 

Das Kirchenschiff und der Chorraum der Abtei

Das im 13. Jahrhundert im gotischen Stil errichtete Hauptschiff wirkt mit seinen hohen Steinmauern besonders beeindruckend, auch die einem umgekehrten Schiffsrumpf gleichende Dachkonstruktion und die mit Schnitzereien verzierte Kanzel sind bemerkenswert. Das Kirchenschiff war früher in zwei Teile unterteilt: Ein Teil war den Mönchen vorbehalten, der zweite für die Kirchenfunktionen bestimmt. Unter einem Säulengang befindet sich die hölzerne Statue der Notre-Dame-de-Paimont, die im 15. Jahrhundert gestaltet und bemalt worden war. Zahlreiche Wallfahrten führten hierher. Weiter im Innern der Kirche befindet sich der Kirchenchor mit seinem prächtigen Hochaltar, über den ein Baldachin und eine majestätische Krone erstrahlen. Die Glasfenster an den Chorwänden erzählen die Geschichte des Heiligen Judicael.

Das Querschiff

Der rechte Querarm des Querschiffs beherbergt das Altarbild des Rosenkranzes. Das mittlere Gemälde zeigt die Jungfrau Maria, die dem hl. Dominikus und der hl. Katharina von Siena den Rosenkranz reicht. Im linken Querarm befindet sich das Altarbild des hl. Johannes des Täufers. Die Statue und das mittlere Gemälde aus dem 19. Jahrhundert stellen Johannes den Täufer dar.

Die Heiligenstatuen

Die hl. Monika ist die Mutter des hl. Augustinus. Als Witwe opfert sie sich ganz für ihren Sohn auf und versucht ihn nach Kräften vom falschen Pfad abzubringen, der ihn so anzuziehen scheint. Ihre Bemühungen sind schließlich von Erfolg gekrönt. Ihr Leben ist uns hauptsächlich aus den Bekenntnissen des hl. Augustinus bekannt. Diese beiden Statuen erinnern daran, dass die Kirche während sechs Jahrhunderten von Augustinerchorherren bewohnt wurde.

Die zwei letzten Statuen stellen die Heiligen Méen und Judicael dar. Méen war ein Mönch aus Wales. Im 6. Jahrhundert reiste er in das vom hl. Judicael regierte Königreich Dumnonia. Judicael ließ in Paimpont die Abtei von Paimpont errichten, während der hl. Méen den Bau der Abtei Saint-Méen veranlasste.

 

Die Sakramentskapelle und der Schatz der Abtei

Eine kleine Türe im linken Arm des Querschiffs führt zur Sakramentskapelle. Die im 17. Jahrhundert errichtete Kapelle dient der Andacht und dem stillen Gebet. In der Sakristei können Sie die wichtigsten Schätze der Abtei bewundern: ein Elfenbein-Christus aus dem 17. Jahrhundert, eine Statue aus dem 15. Jahrhundert und ein Reliquiar aus derselben Epoche, in dem ein Unterarmknochen des hl. Judicaels aufbewahrt sein soll …

In Bildern

Abtei und See von Paimpont - Ille et Vilaine - Kredit : Emmanuel Berthier Die Abteikirche von Paimpont - Ille et Vilaine Termin mit der Mond - Abtei von Paimpont Abtei und See von Paimpont - Ille et Vilaine - Kredit : Emmanuel Berthier Abtei und See von Paimpont - Ille et Vilaine

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